Es gibt wie bei den meisten Insekten, bei den Wespen eine Menge an unterschiedlichen Arten, die sich in Größe, Färbung und Verhaltensweisen unterscheiden. Es handelt sich hierbei nicht um eine fest umrissene, eng miteinander verwandte Insektengruppe.
Die schwarz-gelbe Warnfärbung der Wespe ist typisch für die meisten Arten. Sie ist ähnlich gebaut wie die Biene, und wird deshalb auch häufig mit ihr verwechselt. Die meisten Wespen sind aber kleiner und/oder schlanker. Manche haben aber auch andere Färbungen. Die meisten Arten sind für den Menschen sehr nützlich, und entgegen der allgemeinen Meinung ungefährlich. Wespen ernähren sich, entgegen vieler Vorurteile hauptsächlich von Pflanzen. Es gibt die unterschiedlichsten Nistweisen. Diese unterscheiden sich stark durch die zwei zu unterscheidenden Wespenarten: Die Waben der sozialen Wespen werden mit der Öffnung nach unten und zur Seite gebaut. Die deutsche und die gewöhnliche Wespe bauen ihr Nest ausschließlich in dunkelen „Höhlen". Dies können vorallem Dachböden, Rolladenkästen oder andere Hohlräume (z.B. Mauselöcher oder Vogelnistkästen) sein. Erschütterungen in der Nähe eines Wespennestes sollten auf jeden Fall vermieden werden. Sonst haben die Insekten das Gefühl, sie müssten ihr Nest verteidigen. Um die Ansiedlung eines Nestes zu unterbinden, können mit aufgeschnittenem Knoblauch oder Salmiak getränkte Tücher aufgehängt werden. In Deutschland leben insgesamt acht staatenbildende Wespenarten. Die Nester der staatenbildenden Wespen werden nur einjährig belebt, und dann nicht mehr bezogen. Von den 8 heimischen Wespen- und Hornissenarten werden nur zwei Arten lästig. Nur die Deutsche Wespe und die gewöhnliche Wespe gehen an zuckerhaltige Nahrungsmittel und Grillfleisch. Alle anderen Arten meiden die Nähe des Menschen und sind harmlos, außer wenn sie ihr Nest bedroht fühlen. Die Wespenstaaten bestehen aus vielen Arbeiterinnen und einer Königin. Wie bei den Bienen sind die Arbeiterinnen für das Füttern der Brut zustängig. Sie ernähren die Larven mit kleinen Insekten. Die mänlichen Wespen schlüpfen im Spätherbst, und paaren sich mit den Jungköniginnen. Dann stirbt der alte Staat völlig aus. Die befruchtete Jungkönigin kann überwintern, und gründet im nächsten Frühjahr einen neuen Staat.
Die einzelnlebenden Solitärwespen bauen kleine Nester außen an Steine, legen ihre Eier in Bodenlöcher, Holzlöcher, Stengel oder Schneckenhäuser. Freihängende Nesteer stellen keine Gefahr dar. Diese Stämme sind individuenarm, kurzlebig und haben kein Interesse an zuckerhaltigen Speisen.
Andere Wespenarten haben keine Brutpflege, sondern parasitieren andere Wespen oder Bienen.
Die bei uns als lästig verschrieenen Insekten sind für die Natur sehr nützlich. Sie fressen Blattläuse und sonstige Insekten, die uns schaden würden, beteiligen sich an der Blütenbestäubung und dienen Vögeln als Nahrung.
Die größte Wespe ist die Hornisse. Die Besonderheit dieses Insekts besteht darin, dass es auch nachtaktiv ist. Da sie zu einer Lichtquelle fliegen verirren sie sich schnell in einer Wohnung. In sochen Momenten das Licht ausmachen - die Hornisse findet von selbst hinaus.
Beim Entfernen eines Nestes sollte man sehr vorsichtig sein. So etwas ist gefährlich, und es gibt Schutzgesetze für die Wespen. Wepennester mit Hausmittel zu vernichten ist strafbar. Es kann ein Bußgeld bis zu 50.00 Euro bezahlt werden. Falls man Fragen hat, oder ein Nest entfernen will, kann man sich an den Naturschutz wenden. Dieser stellt soganannte Wespenbeauftragte.
Tipps im Umgang mit Wespen:
Erschütterungen in der Nähe des Nestes sollten vermieden werden. Schnelle und hastige Bewegungen (z.B. Schlagen) machen Wespen aggressiver, genauso wie anpusten. Ebenso sollte vermieden werden, die Flugbahn der Wespen zu stören.
Stichverletzungen in der Nähe des Mundes oder im Rachenbereich müssen sofort von einem Arzt begutachtet werden.
Im Freien sollten süße Speisen abgedeckt werden. Hingegen dem gängigen Tipp, aus Strohhalmen zu trinken, rate ich davon sehr, sehr ab. Dies hät die Wespen nicht davon ab, in den Strohhalm zu klettern (ich spreche aus eigener Erfahrung) und wer schaut sich seinen Strohhalm an, bevor er trinkt?! Besonders bei liegendem Obst ist vorsicht geboten. Daher sollte Obst frühzeitig aufgesammelt und abgerntet werden.
Wespen fliegen gerne auf bunte Kleidung, auch Gerüche können sie anziehen (Angstschweiß, Parfüm, Cremes, Holzmöbelpolitur...)
Damit Wespen nicht ins Haus fliegen bietet es sich an Moskitonetze an den Fensern zu befestigen. Diese verhindern auch anderen Insekten den „Zutritt"
Wespen lassen sich mit einem Glas, das über sie gestülpt wird und einem Papier als Deckel, aus der Wohnung wieder nach draußen bringen.
Umgang mit der elektronischen Fliegenklatsche:
Da Wespen große Insekten sind werden sie von der elektronischen Fliegenklatsche nur betäubt.
Danach muss man sie noch umbringen. Daher rate ich von der Anwendung der elektronischen Fliegenklatsche an Wespen ab!
Wenn man in Ruhe draußen essen will bietet es sich an mehrere leere Gläser zweifingerbreit mit einem Gemisch aus Bier (um die Bienen zu schonen) etwas Zucker und ein Tropfen Spülmittel im Umkreis um die geplante Essveranstalgung zu stellen. Dann lassen die Wespen meist von unsrem Essen ab.