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Hummeln

Diese kleinen, häufig durch ihr Brummen an einen Bären erinnernden Insekten sind eine zu den Bienen gehörende Gattung sozial lebender Insekten, die zu den Hautflüglern gehören. In Europa kommen 53 Arten vor. Leider sind bereits sieben Arten der Hummel ausgestrorben.

Ein Hummelvolk hat einen ähnlichen Aufbau wie ein Bienenvolk. Sie bestehen ungefähr aus 50-600 Hummeln und einer Königin. Die meisten davon sind Arbeiterinnen und ein paar Drohnen (männliche Hummeln) und Jungköniginnen. In Europa leben die Hummelvölker nur ein Jahr und sterben über den Winter. Daher können Drohnen und Arbeiterinnen nur drei bis vier Wochen alt werden, die Königin etwa ein Jahr.

Die Hummel gehört zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen.


Da die Hummel die zum Fliegen notwendig Körpertemperatur durch Vibrieren der Brustmuskeln erzeugen, können Königinnen ab 2°C fliegen und Arbeiterinnen ab 6°C. So können sie auch schon zu Jahresezeiten unterwegs, in denen Bienen noch nicht fliegen können. Da sie auch bei schlechtem Wetter fliegen sichern sie auch in regnerischen Sommern mit niedrigen Durchschnittstemperaturen die Blütenbestäubung, darunter auch viele Obst- und Gemüsesorten. Durch die Temperaturregelung benötigt die Hummel mehr Energie und bestäubt somit mehr Pflanzen um an den Nektar zu kommen. Im Vergleich zur Honigbiene fliegt die Hummel drei bis fünffach mehr Blüten an. Eine Ackerhummel besucht bei einem hundertminütigen Flug 2.634 Blüten. Hummeln fliegen täglich bis 18 Stunden und fliegen bis zu 1000 Blüten an um Nahrung zu suchen. Je Flug meist nicht mehr als zwei verschiedene Blütenarten. Es gibt Pflanzen (z.B. Tomatenblüten und Taubnesseln) die ausschließlich von Hummern bestäubt werden. Dies ist durch ihren langen Saugrüssel möglich, der Nektaraufnahme auch aus tiefkelchigen Pflanzen möglich macht. Auch können sie geschlossene Blüten anbeißen und so den Nektar herausholen. Der Nektar wird im Magen gesammelt und anschließend herausgewürgt. Eine andere Art des Sammelns stellt das Vibrationssammeln dar. Hierbei hängt sich die Hummel an eine Blüte und erzeugt durch Flügelschlagen Vibration. Die Pollen lösen sich, und bedecken den ganzen Körper der Hummel. Diese bürstet die Pollen ab und formt daraus Klumpen. Die langen Borsten an den Hinterbeinen sind für den Pollentransport zuständig. Durch das Fliegen von Pflanze zu Pflanze übertragen die Hummeln auch einen Hefepilz (der im Nektar mancher Pflanzen vorkommt) von Blüte zu Blüte. Dieser ist für die Verdauung von Rindern, Schafen und Ziegen sehr wichtig. Die Hefe vermehrt sich im Verdauungstrakt der Tiere und hilft dem Tier zellulosehaltiges Futter etwa um 20% besser zu verwerten.

Die Jungkönigin überwintert den Winter, und sucht dann im Frühling einen geeigneten Platz für ein Nest. Dies kann eine geeignete Erdhöle, eine Moosschicht oder ein hohler Stamm sein. Die Nester werden meist nur ein Jahr bewohnt. Nektar und Pollen werden zu einem Bienenbrot erarbeitet, darauf wird eine aus Wachs geformte Zelle gelegt, auf die die ersten (5-15) Eier kommen. Dann setzt sich die Hummel darauf. Neben sich hat sie einen „Honigtopf", aus dem sie so jeder Zeit Nahrung für sich und die Larven holen kann. Nachdem die Larven geschlüpft sind sondert die Königin bis in den Herbst ein Pheromon ab, durch das die Arbeiterinnen keine Eier legen können. Die Arbeiterinnen helfen nun bei der Aufzucht weiterer Hummeln. Während die Königin Eier legt, Pheromon ausstößt und den Nachwuchs aufzieht. Sobald das Volk seine Stärke erreicht hat (im Hochsommer) werden Drohnen und junge Königinnen geboren. Die männlichen Hummeln wärmen gelegentlich die Eier auf. Dann fliegen die Jungköniginnen und Drohnen zum Hochzeitsflug aus. Die Jungkönigin frisst sich Winterspeck an, um den Winter zu überleben.

Im Herbst unterbricht die Königin die Pheromonabgabe, und die Arbeiterinnen legen unbefruchtete Eier. Die meisten davon zerstört die Königin wieder. Im Bau kommt es zu großer Aggression, und die Arbeiterinnen versuchen nun auch die Eier der Königin aufzufressen. Es entstehen heftige Kämpfe, bei denen die Königin am Ende von den Arbeiterinnen umgebracht wird. Aber auch die Arbeiterinnen überleben meist den Winter nicht.

Hummeln können beißen, und Arbeiterinnen haben einen Wehrstachel, durch welchen ein Gift auf das Opfer übertragen wird. Allerdings nimmt ein Mensch den Biss einer Hummel nur als ein Zwicken war. Anders ist es mit dem Stich, dieser kann durchaus weh tun. Allerdings gelingt es den Hummeln meist nicht den Stachel mit eigener Kraft durch die Haut eines Menschen zu stoßen. Tritt man auf eine Hummel kann es jedoch zu einem Stich kommen. Hummeln stechen eher selten. Wenn eine Hummel ihr Nest oder ihr Leben verteidigen muss, kann es aufgrund der Wucht des Anflugs zu einem Stich kommen. Vor allem dann, wenn sie sich durch Quetschen ihres Körpers bedroht fühlen. Wenn sie einen Angriff auf ihr Nest befürchten, legen sie sich bedrohlich auf den Rücken und brummen. Wenn daraufhin kein Rückzug folgt, kann es auch zu Stichen kommen.

 

Umgang mit der elektrischen Fliegenklatsche:

Finger weg von der Fliegenklatsche wenn es um Hummeln geht. Diese sind unter ihren Verwandten sind die Hummeln die friedlichsten Wehrstachelträger. Stechen nur, wenn sie sich sehr bedroht fühlen, und sind sehr nützlich für die Umwelt. Es gibt sogar Hummelzüchter, die diese an Obstbauern verkaufen.

 


 

Hummeln (Druckansicht)